Antrag Junges Freiburg / Die Grünen

Junges Freiburg / Die Grünen hat am 7.10.08 einen Antrag bezüglich eines Skateplates in der Wiehre gestellt.

JUNGES FREIBURG / DIE GRÜNEN

im Freiburger Gemeinderat
Haslacherstr. 61, 79115 Freiburg, Tel. 0761-701323, Fax -75405
fraktion@gruene-freiburg.de
http://www.fraktion.gruene-freiburg.de

Freiburg, 07.10.08

Anfrage nach § 24 Abs. 4 GemO:
Skateplatz in der Wiehre

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon,
sehr geehrter Herr Sportbürgermeister Neideck,

die Zahl aktiver Skater in Freiburg und Umgebung wird auf über 2000 geschätzt. Dabei sind alle Altersklassen von 6 bis 40 Jahren vertreten. Die meisten Aktiven finden sich in der Gruppe der 12- bis 21-jährigen.
Der bislang einzig gute und gepflegte Skatepark Freiburgs im Rieselfeld ist in den Sommermonaten meist überfüllt. Dadurch steigt die Verletzungsgefahr; auch ist es so voll, dass Skaten mit Spaß kaum mehr möglich ist.Daneben bestehen noch Skateanlagen im Dietenbachpark (Miniramp) und Landwasser (Halfpipe), allerdings bieten diese aufgrund ihrer Lage und der Tatsache, dass nicht alle Skater Pipe oder Rampe fahren, nur einem Teil der Szene eine Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen .
Stadtzentral gibt es keine einzige Skateparkanlage, die Möglichkeit im Hof des Haus der Jugend zu skaten wird durch Anwohner immer mehr eingeschränkt, die sich durch den Lärm gestört fühlen. Dies hat zur Folge, dass Freiburgs Skater auf den Vorplatz des Konzerthauses oder  auf den Busbahnhof ausweichenmüssen. Beide Stellen sind nicht fürs Skaten konzipiert und es kommt auch zu Konflikten mit anderen Nutzern. Am Busbahnhof haben sich in der Vergangenheit mehrere Unfälle ereignet.

Die höchste Dichte an Skateboardern weisen  die Stadtteile Herdern und Wiehre auf. Hier ist allerdings keinerlei Skate-Infrastruktur vorhanden.
Nach längerer Suche durch engagierte Skater sind  diese auf das Flurstück 4841 gestoßen. Es liegt südlich hinter dem Wiehrebahnhof zwischen Bahngleisen und Waldseestraße, dort besteht eine ehemalige Holzverladerampe, die die Stadt vor wenigen Jahren von der Bahn gekauft hat. DieFläche ist ca. 125m x 20m groß und wird gegenwärtig von der Stadt und Zulieferfirmen für Schutt und Straßenablagerungen ca. zur Hälfte verwendet.
Dieses Flurstück ist 15 min zu Fuß vom Martinstor entfernt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen (Bus/Bahn). Es liegt in einem Stadtviertel mit einem hohen Jugendlichen- und Skateboarder-Anteil. Eine Wohnbebauung oder ähnliche Verwertung des Grundstücks ist nicht nur angesichts des benachbarten Landschaftsschutzgebiets nicht denkbar. Weiterhin bietet die Lage einen vergleichsweise guten Lärmschutz: Die nächsten Wohngebiete sind ca. 80 m entfernt und zusätzlich durch Lärmschutzwände sowie die Bahnlinie (Wiehrebahnhof) getrennt. Eine Belästigung von Anwohnern ist deshalb nicht zu erwarten.

Denkbar wäre hier eine Skateanlage nach dem Vorbild der Stadt Bayreuth als sogenannter organischer Skatepark. Diese sind deutlich günstiger als Betonparks. Kostenrahmen wären nach Schätzungen Freiburger Skaterca. 50.000 Euro bei ungefähr 1200 qm Fläche, die auch zum Teil über Spenden aufgebracht werden sollen. Der gegenwärtige Baumbestand könnte weitestgehend erhalten und in die Skateanlage integriert werden.
Junges Freiburg/Die Grünen liegt die Verbesserung der Freiburger Skateinfrastrukturals wichtiges Sport- und Freizeitangebot für Freiburger Jugendliche am Herzen.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Sie haben wiederholt Ihre Unterstützung für  solche Freizeitangebote zugesagt, weshalb  wir um konstruktive Prüfung bitten, ob und unter welchen konkreten Bedingungen (z.B. bau-, planungs-, haftungsrechtliche sowie finanzielle  Voraussetzungen) die genannte Fläche für die Anlage eines Skateplatzes  geeignet wäre. Ggf. bitten wir hierzu auch um einen Bericht im gemeinderätlichen Sportausschuss.

Die Realisierung eines solchen Skateparks würde dazu beitragen, dass weitere öffentliche Räume zur Verfügung stehen auf denen sich Jugendliche aufhalten können, ohne dass es zu Konflikten oder Gewalt kommt.

Mit der Bitte um eine wohlwollende Prüfung unseres Anliegens verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

Sebastian Müller    Gerhard Frey
Stadtrat Junges Freiburg     stv. Fraktionsvorsitzender B’90 / DIE GRÜNEN

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